Sentinels gewinnen Football-Krimi

Es war das erwartete Spitzenspiel zwischen den Frankfurt Pirates und den Bad Homburg Sentinels in der Regionalliga Mitte. Nach einem echten Football-Krimi konnten die Kurstädter am Ende den vierten Saisonsieg einfahren und damit auf Platz 2 der Tabelle rücken. Nach dem 32:30-Erfolg geht der direkte Vergleich zwar an die Pirates, die Sentinels haben ihr Schicksal aber weiter in der eigenen Hand.Es waren noch wenige Sekunden zu spielen, die Frankfurter waren an der Mittellinie in Ballbesitz gekommen und drauf und dran das Spiel noch zu drehen. Quarterback Hayden Nelson flüchtete vor dem Druck der Defense Line und suchte sein Glück im tiefen Pass. Nach einigen Sekunden Stille folgte großer Jubel auf Seiten der Sentinels, denn Peter Renner hatte den Ball abgefangen und damit das Spiel beendet. Der Weg dorthin war ein Auf und Ab und einem Spitzenspiel würdig.Zunächst trug Linebacker Rudi Warkentin einen kurzen Kickoff bis an die gegnerische 35 Yard Linie, doch der allererste Spielzug war ein Fumble, den der Gastgeber recovern konnte. Mit viel Passspiel fanden die Pirates schnell den Weg in die Endzone der Bad Homburger, der Extrapunkt ging aber daneben und das sollte am Ende noch wichtig werden. Der Angriff der Kurstädter fand aber danach ebenfalls gut ins Spiel. Kurz vor der Endzone dann der Handoff an Niklas Neumann und der erzielt nach toller Blockarbeit den Ausgleich. Der Extrapunkt war ebenfalls erfolgreich und damit gingen die Sentinels in Führung. Während man das Laufspiel sehr gut im Griff hatte, konnte man den Würfen von Nelson nicht viel entgegen setzen. Immer wieder hatte er viel Zeit und fand vor allem mit weiten Pässen den Weg nach vorne. So sorgte DeAndre Wright für den nächsten Score Frankfurts, die Two-Point Conversion missling. Aber auch darauf hatte Bad Homburg eine Antwort. Ein langer Drive endet mit einem Touchdown Lauf von Leon Reitz, mit Extrapunkt stand es nun also 14:12 aus Sicht der Wächter. Den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit setzte aber das Heimteam mit einem Tochdown auf Wright, doch auch dieses Mal gelang keine Two-Point und so blieb es beim Halbzeitstand von 14:18.Nach der Pause erneut Ballbesitz Frankfurt und nach einem langen Drive mit vielen Strafen bauten die Pirates ihre Führung weiter aus. Mit den Conversions hatte man es aber nicht so und man schaffte es erneut nicht zwei weitere Punkte zu erzielen. Die Sentinels Offense war gefragt und lieferte. Einige Strafen halfen den Kurstädtern auf dem Weg in die Endzone, bevor Quarterback Jasper Small seinen Wide Receiver Timo Jensen finden konnte. Die anschließende Two-Point durch Small war ebenfalls erfolgreich – 22:24. Im nächsten Drive stoppte man den Angriff der Pirates und übernahm das Angriffsrecht. Am Ende stand ein Field Goal durch Stefan Hickl zu Buche, durch das man wieder die Führung übernehmen konnte – 25:24. Jetzt ging es aber erst ins vierte Quarter und es sollte dramatisch werden. Der Pass von Hayden Nelson landet bei Sentinels-Verteidiger Darius Dawsey, der den Ball bis an die gegnerische 30 Yard Linie zurückträgt und danach greift der Angriff um Quarterback Smalls in die Trickkiste. Der Pass auf den anderen Quarterback Timothy Miscovich ist erfolgreich und mit Extrapunkt war man nun acht Punkte in Front. 3 Minuten und 30 Sekunden waren noch auf der Uhr und Frankfurt gab nochmal richtig Gas. Zunächst zwei Pässe für rund 15 Yards und danach der tiefe Pass in die Endzone, der durch Alexander Schwick gefangen werden konnte. Beim Stand von 30 zu 32 musste man jetzt für zwei Punkte gehen. Der versuchte Pass wird durch Dawsey abgeblockt, doch eine Offside Strafe gibt den Pirates die erneute Möglichkeit. Beim zweiten Spielzug sucht der Runningback den Weg an die vordere Pylone, doch erneut ist es Dawsey, der ihn gerade so daran hindern kann. Wer aber dachte dass das Spiel vorbei sei, lag falsch. Der anschließende Onside Kick ist gut, landet aber in den Händen von Jamal Schenk. Bei einer Minute verbleibend auf der Uhr kniet die Offense um Miscovich zunächst ab, da die Pirates aber noch zwei Timeouts hatten, musste man ein First Down erzielen. Beim zweiten Versuch passiert dann das, was nicht passieren darf. Miscovich verliert den Ball und Frankfurt recovert ihn an der Mittellinie.Nach dem Schock war aber Peter Renner zur Stelle und dementsprechend groß war der Jubel auf Bad Homburger Seite. Der Respekt gilt auch dem Gastgeber, der ein tolles Spiel abgeliefert hat. Für die Sentinels gibt es eine Wochenende zum erholen, am 04. August kommen die Mainz Golden Eagles ins Sportzentrum Nordwest.

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