Spitzenspiel erfüllt alle Erwartungen

Es war ein denkwürdiger Spieltag im Sportzentrum Nordwest. Leider auch aus den falschen Gründen. Zwei verletzte Spieler, die beide durch den Rettungswagen zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht werden mussten, überschatteten eine alles in allem spektakuläre Partie zwischen den siegreichen Straubing Spiders und den Bad Homburg Sentinels. Das 19:34-Endergebnis markiert die zweite Niederlage der Kurstädter in dieser Saison. Bei den verletzten Spielern gab es am Abend noch halbwegs Entwarnung. 

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Das Spitzenspiel in der German Football League 2 Süd hielt das, was es versprach. Viele Punkte, wilde Spielzüge, einen Comeback-Versuch der Sentinels und viele harte Hits. Die Spiders, als ungeschlagener Tabellenführer angereist, zeigten im ersten Drive mal ihre ganze Klasse in der Offense. Stück für Stück arbeitete man sich in die Endzone der Sentinels und ging mit 7:0 in Führung. Die Antwort der Wächter ließ genau einen Spielzug auf sich warten. Runningback Darius Dawsey fand beim ersten Laufspielzug eine Lücke und trug den Ball zum 7:7-Ausgleich über 60 Yards in die gegnerische Endzone. Danach wieder die Spiders im Ballbesitz und ein ähnliches Bild wie im ersten Drive. First Down nach First Down wurde erzielt, bis es dann zum ersten unschönen Moment in der Partie kam. Bei einem Pass auf Wide Receiver Sven Dorfner, kollidierte dieser mit der hinter der Endzone stehenden Abdeckung der Hochsprunganlage und verletzte sich im Gesicht. Das Spiel wurde danach für etwa eine Stunde unterbrochen. UPDATE: Dorfner musste die Nacht in der Uniklinik in Frankfurt verbringen und operiert werden. Wir wünschen dem Spieler an dieser Stelle eine schnelle Genesung und alles Gute. 
 
Nach der Unterbrechung waren noch 33 Sekunden auf der Uhr im ersten Quarter. Die Defense hielt stand und sorgte für einen Turnover on Downs. Die lange Pause tat der Sentinels-Offense aber nicht gut und man musste sich per Punt aus der eigenen Endzone vom Ballbesitz trennen. Der Return brachte die Spiders in ausgezeichnete Field Position und diese Chance ließ man sich nicht entgehen. Ein Pass auf von Quarterback Raleigh Yedell brachte die Gäste wieder in Führung. Für den Angriff der Sentinels gab es weiter nicht viel zu holen – im Gegenteil. Eine Interception durch Kenneth Maxwell und ein Laufspielzug der Spiders später und plötzlich war man aus Sicht des Gastgebers mit 21:7 im Rückstand. Danach konnte auch der Quarterback Wechsel zur Jasper Small nichts am fehlenden Spielfluss ändern. Stattdessen kam Straubing nach einem Fumble kurz vor der Halbzeit nochmal in aussichtsreicher Positon in Ballbesitz und Wide Receiver Tituan Billard erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff auf 28:7. Das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt entschieden.
 
Nach der Halbzeitpause mussten die Sentinels sich was einfallen lassen offensiv und das taten sie auch. Ein schöner, schneller Drive über 65 Yards brachte die Kurstädter auf 13:27 ran. Darius Dawsey fing einen Ball von Leon Reitz. Der Extrapunkt ging daneben. Beim anschließenden Kickoff konnte Christopher Abdebreiman den Ball frei schlagen und Martin Stalter brachte sofort wieder den Angriff aufs Feld. Auch diese Chance nutzte man und Reitz fand Stefan Hickl zum nächsten Touchdown. Die Two-Point Conversion danach missglückte und so blieb es Mitte des dritten Viertels bei einem Two-Score Game und 19:28. Doch die Sentinels waren jetzt da. Beim dritten Versuch der Spiders verursacht Rashad Greene eigentlich einen Fumble, den die Sentinels recovern. Die Scheidsrichter entschieden aber auf einen completed Pass, sehr zum Frust von Head Coach Maximilian Schwarz: „Das wäre nochmal der „Turning Point“ im Spiel gewesen. So war es ein First Down für Straubing und nicht unser Ball. Leider war das eine von vielen, schwer nach zu vollziehbaren Entscheidungen, die beiden Teams das Leben extrem schwer gemacht haben. Die langen Beratungen und vielen Flaggen haben den Spielfluss extrem gestört.“ Am Ende hielt die Defense trotzdem und forcierte einen Punt. Mit erneuten Strafen gegen die Sentinels, mussten diese den Drive aber an der eigenen 4-Yard Linie beginnen. Leon Reitz erzielte nochmal ein First Down, doch viel mehr war nicht mehr drin. Bei erneut starken Regen, zeigte Quarterback Yedell auf Seiten der Gäste seine ganze Klasse und per Hechtsprung sorgte er beim vierten Versuch für die Entscheidung in der Partie. Im letzten Spielzug verletzte sich dann noch Cornerback Fabrice Irandoosti am Nacken. Als Vorsichtsmaßnahme wurde er per Rettungswagen und mit stabilisierten Nacken in das örtliche Krankenhaus eingeliefert. Aber auch hier gab es am Abend noch Entwarnung und Fabrice konnte wieder nach Hause gehen. 
 
Am kommenden Wochenende geht es direkt weiter für die Sentinels. Es steht die lange Auswärtsreise nach Fürstenfeldbruck zu den Razorbacks an. Dann hoffentlich wieder mit einigen Leistungsträgern, auf die man diesen Spieltag verzichten musste. Trotz aller dem nehme man laut Schwarz viel positives mit und wird hoch motiviert ins Rückspiel am 04. September gehen. Am 21. August steht das letzte Heimspiel der Wächter gegen die Wiesbaden Phantoms an. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Presse-Anfrage

Ansprechpartner: Rainer Topf
E-Mail: presse@afc-sentinels.com
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